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Der Bodenseerundweg: Kreuzlingen - Steckborn

Der achte Tagesabschnitt des Bodenseerundwanderweges führt über insgesamt 18,5 Kilometer vom mittelalterlichen Kreuzlingen nach Steckborn. Die Etappe ist damit relativ kurz, sollte aber mit Genuss bewandert werden – immerhin befindet man sich nun sozusagen auf der Schokoladenseite des Bodensees. Man hat hier außerdem immer wieder die Möglichkeit, den ausgeschilderten Alternativrouten zu folgen und das Tagesstück ganz nach Belieben zu gestalten.

Von Kreuzlingen geht man nämlich zunächst durchs Hinterland des Bodensees und entfernt sich vom südlichen Hauptsee. Man stößt dann  nach etwa vier Kilometern in der kleinen Stadt Gottlieben an den Untersee genannten Teil des Bodensees, der sich im Westen von Kreuzlingen und Konstanz befindet. In Gottlieben kann man schon die erste kleine Auszeit nehmen und sich das 1251 errichtete Schloss Gottlieben ansehen, das heute von der Sängerin Lisa Della Casa bewohnt wird. Außerdem besticht der Ort mit seinem ruhigen Flair und den vielen Fachwerkhäusern (schweizerisch Riegelhäuser). Man kann auch die Spezialität der Ortschaft genießen, die weltbekannten Gottlieber Hüppen, oder in einem der beiden Restaurants mit herrlichen Rheinterrassen einkehren.

Der Weg entlang des südlichen Unterseeufers führt dann über Ermatingen und Mannenbach nach Berlingen, vorüber an so schönen Bauten wie dem Schloss Sandegg, einer Ruine, die vermutlich schon aus dem 8. Jahrhundert stammt, und mitten durch die abwechslungsreiche und üppige Natur. Das kleine Berlingen bietet ein wunderbares Panorama und viele Fachwerkhäuser. Zu der beschaulichen Ortschaft gehört außerdem das auf der Insel Reichenau gelegene Kloster Reichenau, das seit dem Jahr 2000 sogar zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Hinter Berlingen, das bei Kilometer 15 liegt, muss man den ersten Anstieg des Tages überwinden und etwa 50 Höhenmeter hinauf nach Jochental überwinden. Von oben hat man einen schönen Blick auf den See und auf Steckborn, das Ziel der Etappe, das hier nur noch einen guten Kilometer entfernt liegt. Der Abstieg dorthin ist also schnell gemeistert und man kann zum Abschluss des Tages die 3´500-Einwohner-Ortschaft mit ihrem historischen Stadtkern genießen. Steckborn verfügt über ein wunderschönes, verspieltes altes Rathaus und auch über Reste von römischen Wachtürmen – die Gegend um die Stadt war erwiesenermaßen bereits 2´000 Jahre vor Christus besiedelt. Steckborn hat auch eine sehr schöne historische Kirche.

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