Der
Bodenseerundweg: Rheineck - Romanshorn
Drei ganz unterschiedliche Städte warten auf der sechsten Etappe des
Bodenseerundwanderwegs und machen den 27,5 Kilometer langen
Tagesabschnitt zu einem sehr abwechslungsreichen und interessanten
Erlebnis. Vom schönen Rheineck aus steigt man zunächst fast 200
Höhenmeter hinauf nach Wartensee, von wo aus sich ein wunderbarer
Blick auf den Bodensee bietet.
Bis zum ersten Höhepunkt des Tages, der Stadt Rorschach, muss man
wieder vier Kilometer lang die 200 Meter hinabsteigen. Man wird dann
aber mit der schönen 8´000-Einwohner-Stadt und ihren
Sehenswürdigkeiten belohnt. Besonders tut sich die uralte, 1782
klassizistisch umgebaute Sankt Kolumbans und Konstantius Pfarrkirche
hervor. Aber auch das alte Kornhaus, der Jakobsbrunnen und die
Klosteranlage Marienberg. Einen wunderschönen Anblick bietet auch
die im Bodensee auf Pfeilern stehende Badehütte Rorschach.
Den Rest der Etappe verläuft der Weg sehr eben und auch stets ganz in
Ufernähe. Man gelangt hinter Rorschach zunächst durch Horn und
Steinach und kommt dann nach Arbon, einer kleinen Stadt mit 13´000
Einwohnern im schweizerischen Kanton Thurgau. Berühmt ist Arbon vor
allem für die Seepromenade, seine wunderschöne Altstadt und das
Wahrzeichen der Stadt, das Schloss Arbon mit Schlossturm, einer
ehemaligen Burg mit Bergfried, der noch aus dem Jahr 993 stammt.
Sehr sehenswert ist auch die Heine-Siedlung, die vom Jugendstil und
von der Romantikzeit geprägt ist sowie der eng gebaute
Fischmarktplatz im Herzen der Altstadt.
Beim Aufenthalt in Arbon ist allerdings zu bedenken, dass noch neun
Kilometer bis zum Etappenziel zurückzulegen sind. Der Weg führt am
Ufer entlang zunächst nach Frasnach und Engnach, bis man am Ende die
Gemeinde Romanshorn erreicht. Der Ort geht auf das Jahr 779 zurück
uns zählt heute rund 9´000 Einwohner. Was die Wasserfläche angeht,
findet sich hier der größte Hafen am Bodensee, in dem sich diverse
Wasserfreizeitsportmöglichkeiten bieten. Romanshorn besticht durch
die Kombination von historischen Bauwerken wie dem Schloss und der
Alten Kirche und seiner modernen Architektur. Wer noch ein wenig
Zeit hat, sollte auch den großen, mit dem „Binding-Preis“ für
vorbildliche Forstbewirtschaftung ausgezeichneten Wald im Hinterland
der Stadt besuchen.
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