Schloss
Rosenau - ein Prunkstück unter den Schlössern in Bayern
Schloss Rosenau liegt in einem Landschaftspark in Oeslau bei Coburg und war
der Geburtsort von Prinz Albert von Sachsen-Coburg, dem späteren Gemahl der
englischen Königin Victoria. Der Landschaftspark wurde im frühen 19.
Jahrhundert angelegt und einiges davon ist noch in dem ursprünglichen
Zustand erhalten. Dieser Park nach englischem Vorbild strahlt in seiner
Gesamtheit den ganzen Charme der romantischen Epoche aus. Der große
Schwanen- sowie der kleinere Prinzenweiher, eine Grotte mit Wasserfall und
mehrere Steinbänke laden zu einem Spaziergang ein. Zur Stärkung bei einem
Besuch in dieser schönen Gegend wurde das ehemalige Teehaus zum
Parkrestaurant umfunktioniert. Das Glasmuseum (ehemalige Orangerie) und eine
Turniersäule, die an damalige große Turnierfeste erinnert, zeugen von
vergangenen Zeiten.
Das Schloss selbst ist wohl im frühen 15. Jahrhundert entstanden und war
drei Jahrhunderte lang in dem Besitz der Familie Rosenau. Nach einigen
Besitzwechseln kam es 1805 in die Hände des Herzogs von
Sachsen-Coburg-Saalfeld. Dieser ließ das Schloss im neugotischen Stil
umgestalten und auch den Garten nach englischem Vorbild anlegen. Im Schloss
selbst ist besonders der dreischiffige Marmorsaal mit seinen farbigen
Wanddekorationen zu erwähnen, der für Konzerte und Festakte genutzt werden
kann. Auch für standesamtliche Trauungen bietet er eine hervorragende
Kulisse. Die historische Ausstattung mit original erhaltenen Wiener
Biedermeiermöbeln verleiht den Räumen ein besonderes Flair. Aus der kleinen
Bibliothek, die sich an den Marmorsaal anschloss, ist eine
russisch-orthodoxe Kapelle entstanden.
1972 hat der Freistaat Bayern das Schloss gekauft und für eine aufwändige
Restaurierung gesorgt. Ganzjährig geöffnet kann Schloss Rosenau in einer
knapp einstündigen Führung besichtigt werden.
www.sgvcoburg.de/rosenau.htm
Bild: wikipedia / Fotograf
unbekannt
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