Walberla
bei Forchheim
Das Walberla ist ein Tafelberg, der sich östlich des
oberfränkischen Städtchens Forchheims befindet und offiziell eigentlich
Ehrenbürg heißt. Auf dem höchsten Punkt des 512 m hohen Berges befindet sich
eine Kapelle, die etwa im 17. Jahrhundert erbaut worden ist. Jedoch wurde
ein Gotteshaus schon um das Jahr 1350 erstmals urkundlich erwähnt. Das
Walberla steht seit einiger Zeit unter Naturschutz, da der Bergrücken einen
außergewöhnlichen Trockenrasen und eine Pflanzenwelt mit seltenen und
beeindruckenden Blüten und Sträuchern aufweist, die zum Wandern und
Entspannen wie geschaffen ist. Vermutlich war der Tafelberg schon in der
Bronzezeit, also etwa 1000 vor Christus, von Menschen besiedelt war. Die
Kelten schafften in der Umgebung massive Befestigungsanlagen, die auch heute
noch klar zu erkennen sind. Das nahe gelegene Forchheim wie auch das
Bergmassiv Walberla selbst werden oft als das "Tor zur Fränkischen Schweiz"
bezeichnet. Von der Berganhöhe aus sind nicht nur die Züge der umgebenden
größeren Städte Erlangen im Süden und Bamberg im Norden sichtbar. Auch die
Natur im Tal begeistert besonders zur Kirschblüte, da die Umgebung das
Gebiet mit dem größten geschlossenen Anbau von Süßkirschen aufwarten kann.
Die Früchte sind pur in frischer Form genauso ein Genuss wie auch als
Schnaps, der in den zahlreichen Brennereien der Region hergestellt wird.
Besonders viele Menschen zieht das Walberla allerdings in der Zeit um den 1.
Mai an, wenn das über die Grenzen der Umgebung hinaus bekannte Walberla-Fest
auf der Anhöhe des Tafelberges stattfindet. In diesen Tagen wird das
jahrhundertealte Brauchtum gepflegt und die vielen Spezialitäten der
Umgebung werden serviert.
www.walberla.de
Bild: Alexander Marg
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