Sehenswürdigkeiten in München: Der alte Peter
Eines der berühmtesten Münchner Wahrzeichen ist der sogenannte alte
Peter, der Turm von Sankt Peter, Münchens ältester Pfarrkirche am
Petersplatz 1 auf dem Petersbergl zwischen dem Marienplatz und dem
Rindermarkt. Bereits im 11. Jahrhundert aus einer Holzkirche
entwickelt, brannte die Kirche in der großen Brandkatastrophe von
1327 teilweise nieder und wurde 1368 mit einem neuen gotischen
Hochchor ausgestattet. Etwa 20 Jahre später wurde auch das Westwerk
St. Peters umgestaltet und statt der beiden Türme ein einzelner
mittig angebrachter Turm gebaut. Nach einem Blitzeinschlag im Jahre
1607 erhielt der Alte Peter seine berühmte Turmbekrönung mit offenem
Tempietto. Im 18. Jahrhundert dem Rokkoko-Stil angepasst wurde St.
Peter im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört, ab 1946 aber
behutsam wieder aufgebaut. Heute kann man wunderschöne Deckenfresken
und einen fantastischen Hochaltar im Inneren Bewundern. Außerdem
findet sich eine wertvolle Figur der Katharina von Alecandrien, der
St. Martins-Altar, sechs Tafelbilder des gotischen Hochaltars und
„Die Kreuzigung Petri“, ein spätgotisches Dreikönigstriptychon, in
der Kirche. Für Besucher ebenfalls interessant ist ein Besuch der 56
Meter hohen Aussichtsplattform auf dem „Alten Peter“, die bei
passendem Wetter eine Fernsicht von bis zu 100 Kilometern ermöglicht
und ganzjährig geöffnet ist.