Sehenswürdigkeiten
in Nürnberg: Die Lorenzkirche
Die
evangelische Lorenzkirche gehört zu den drei größten und zugleich
bedeutendsten gotischen Kirchen Nürnbergs. Ihr Baubeginn wird auf
das Jahr 1250 datiert, das endgültige Bauende lag vermutlich
hingegen erst um das Jahr 1400 herum. Es ragen zwei Türme von
ungefähr 81 Metern Höhe an der Westfassade des dreiteiligen
Kirchenschiffes in den Himmel, voneinander getrennt durch ein
mondänes, einer gegliederten Rose ähnelnden, Radfenster mit einem
Durchmesser von ca. 9 Metern. Das Innere der Lorenzkirche bietet
eine große Vielfalt an wertvollen Kunstwerken wie einerseits das von
Adam Kraft erschaffene Sakramentshäuschen. Dieser knapp 20 Meter
hohe Steinturm mit seinen vier davorhockenden Figuren konnte
glückerlicherweise während des Zweiten Weltkrieges vor größerer
Zerstörung dank einer vorab angebrachten schützenden Betonmauer
bewahrt werden und gehört daher heute mit zu einer der
beeindruckendsten Heiligtümer der Lorenzkirche. Außerdem
hervorzuheben ist der Engelsgruß von Veit Stoß sowie auch der
wunderschöne Katharinen-Altar von Michael Wolgemut.
Die Kirche an sich war sehr stark durch die Bombenangriffe
beeinträchtigt. Das komplette Dach und die Gewölbe wurden komplett
vernichtet und mussten ab dem Jahr 1949 neu rekonstruiert werden.
Ferner sehr bemerkenswert sind die insgesamt 17 noch läutbaren
Glocken sowie auch die drei Orgeln in den verschiedenen Schiffen der
Kirche (Hauptorgel, Laurentiusorgel, Stephanusorgel). Sie stellt
somit eine der größten Orgelanlagen der Welt dar. Auch sie waren zu
Kriegszeiten von Destruktionen betroffen, konnten jedoch
erfreulicherweise wieder restauriert werden.