Sehenswürdigkeiten
in Nürnberg: Die
Regiomontanus Sternwarte
Die
Regiomontanus Sternwarte in Nürnberg gehört zu den
Hauptanziehungspunkten für den naturwissenschaftlich interessierten
Besucher der Stadt.
Das Gebäude befindet sich auf der zweithöchsten Erhebung des
Nürnberger Stadtgebietes, dem Rechenberg im Stadtteil St. Jobst.
Heute wird die Regiomontanus Sternwarte für die
naturwissenschaftliche Bildung der Bevölkerung genutzt. Täglich
werden dort Führungen veranstaltet. Dabei können die Besucher die
zahlreichen Modelle von Sonne und Planeten begutachten und den
Sternenhimmel auf Karten gründlich betrachten, bevor sie selbst
unter Anleitung zu Sternenforschern werden und einen Blick durch das
große Fernrohr in die Tiefen des Alls wagen. Die Volkssternwarte
bietet für Kinder und Erwachsene spezielle Führungen an, bei denen
auf die Bedürfnisse des jeweiligen Publikums eingegangen wird. Zu
besonderen Ereignissen, wie Sonnen- oder Mondfinsternissen, sowie
Planetenbedeckungen, finden besondere Veranstaltungen statt.
Außerdem kann der wissenschaftlich interessierte Besucher auch
Vorträge hören, die von der NAA, der Nürnberger Astronomischen
Arbeitsgemeinschaft, veranstaltet werden.
Das große Hauptteleskop ist jedoch nicht nur für die Volksbildung
bestimmt, mit ihm werden auch heute noch zahlreiche astronomische
Beobachtungen durchgeführt.
Ihren Namen bekam die Regiomontanus Sternwarte von dem berühmten
Gelehrten und Sternenkundler, dessen deutscher Name Johannes Müller
war, und der von Nürnberg aus im 15. Jahrhundert seine
astronomischen Forschungen betrieb. Den Namen Regiomontanus wählte
Müller nach seinem Geburtsort Königsberg in Bayern.
Regiomontanus gehörte zu den großen Humanisten des Spätmittelalters.
Besonders befasste sich Regiomontanus mit der Trigonometrie über die
er ein revolutionäres Werk verfasste. Regiomontanus ließ sich
schließlich in Nürnberg nieder und errichtete dort eine erste
Sternwarte.
Die heutige Regiomontanus Sternwarte wurde 1931 auf dem Rechenberg
erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt, nach
seinem Wiederaufbau steht das Gebäude heute unter Denkmalschutz.