Sehenswürdigkeiten
in Nürnberg:
Sebalduskirche St. Sebald
Zu
den schönsten Bauwerken der Nürnberger Altstadt gehört die
Sebalduskirche beim Rathaus. Das Gotteshaus ist nach dem Nürnberger
Schutzpatron, dem heiligen Eremiten Sebaldus (gestorben um 1070),
benannt. In Nürnberg wurde schon um 1525 die Reformation eingeführt.
Seit damals ist St. Sebald eine evangelische Stadtkirche. Sie kann
täglich besichtigt werden.
Das Kirchengebäude wirkt durch das große Schiff, die hohen gotischen
Fenster und die beiden wuchtigen Türme sehr groß und beeindruckend.
Der Baubeginn der Kirche St. Sebald fällt noch in die romanische
Stilperiode im 13. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert wurde das Gebäude
im gotischen Stil umgebaut und erhielt die heutige Form. Als
Baumaterial hat man den für die Nürnberger Gegend typischen
Sandstein verwendet, der auch für die Burg benutzt wurde, daher
rührt der rötliche Schimmer des Mauerwerks. Nach starken
Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg ist die Kirche seit 1957 wieder
im Originalzustand.
Zwei Portale der Kirche sind ganz besonders künstlerisch
ausgeschmückt: das Brautportal und das Weltgerichtsportal. Am
Brautportal - auf der Nordseite - sieht man eine Madonnenfigur und
eine Statue des Heiligen Sebald. Das Weltgerichtsportal am südlichen
Seitenschiff zeigt dramatische Szenen des Jüngsten Gerichts mit
Engeln und Teufeln.
Der lichtdurchflutete hohe Innenraum der Sebalduskirche ist mit
bedeutenden Kunstwerken geschmückt. Dazu zählen auch die
Glasfenster, eines von ihnen, das so genannte "Bamberger Fenster",
hat Albrecht Dürer entworfen. Von Veit Stoß stammt eine
Kreuzigungsgruppe (1520) und eine Figur des Heiligen Andreas
(1505/07). In der Kirche befindet sich auch der Reliquienschrein mit
den sterblichen Überresten des Heiligen Sebald. Der silberne Schrein
ist Anfang des 16. Jahrhunderts von Peter Vischer gegossen worden.
Ein weiteres besonders eindrucksvolles Kunstwerk in St. Sebald ist
die Madonna im Strahlenkranz (entstanden um 1420).