Gemeinden
im Schwarzwald: Bad
Säckingen
Die Kurstadt Bad Säckingen liegt im
baden-württembergischen Landkreis Waldshut im südwestlichen Schwarzwald. Die
Stadt liegt idyllisch am Rhein, von Basel aus etwa 35 Kilometer
flussaufwärts. Die landschaftliche Schönheit der Umgebung lädt zu
Spaziergängen und Wanderungen ein. Der Bergsee und das Wildgehege oberhalb
des Stadtzentrums sind die beliebtesten Ziele von Wanderern. Aber auch die
Stadt selbst hat einiges an kulturellen Attraktionen zu bieten. Zahlreiche
historische Bauwerke aus verschiedenen Jahrhunderten schmücken die
Innenstadt von Bad Säckingen: Von spätgotischen Kirchen aus dem 16.
Jahrhundert bis zu klassizistischen Bürgerhäusern aus dem 19. Jahrhundert.
So ist es wohl die Kombination aus Natur und Kultur die Bad Säckingen zu
einem der beliebtesten Orte für Ferien im Schwarzwald macht.
Die „Trompeterstadt“ Bad Säckingen
Eine über die Landesgrenzen hinaus reichende Bekanntheit verschaffte Bad
Säckingen ein Gedicht von Joseph Viktor von Scheffel. Die Verse über den
„Trompeter von Säckingen“ wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
weltberühmt und sogar in Opern vertont. Das Gedicht, das die
Liebesgeschichte zwischen einem einfachen Trompeter und einer Adeligen
schildert, brachte Bad Säckingen den Beinamen „Trompeterstadt“ ein. In der
Tat wird an zahlreichen Stellen im Stadtbild an die Geschichte erinnert,
beispielsweise in Form der Trompeterstatue im Park des Schlosses Schönau.
Stadtführungen mit einem Trompeter im originalgetreuen Gewand lassen die
Geschichte vom Trompeter von Säckingen wieder aufleben.
Prächtige Kirchenbauten
Kirchen zählen zu den prächtigsten Bauten in Bad Säckingen. Zumeist stammen
sie aus dem 16. Jahrhundert und wurden im spätgotischen oder barocken Stil
errichtet. So auch das Abteigebäude des Fürstäbtissinen-Stifts. Nach der
Auflösung des Stifts 1806 wurden in dem Bauwerk Behörden untergebracht. Das
Wahrzeichen Bad Säckingens ist aber das dem Ortsheiligen geweihte
Fridolinsmünster. Der romanische Urbau wurde im 14. Jahrhundert in eine
gotische Klosterkirche umgewandelt. Während des 17. und 18. Jahrhunderts
wurden zusätzlich barocke Elemente integriert. In einer Kapelle im
Münsterchor werden die Gebeine des heiligen Fridolin in einem kostbaren
Schrein aufbewahrt. Im März jeden Jahres wird der Schrein bei einer
Prozession zu Ehren des Klostergründers Fridolin mitgeführt.
Das Brennetareal
Bei Reisen nach Bad Säckingen sollte man auch einen Blick auf das
Brennetareal werfen. Das Industriedenkmal bildet einen interessanten
Kontrast zur sakral-barocken Atmosphäre der Innenstadt. Die Textilfabrik auf
einem Gelände von 50.000 Quadratmetern wurde Ende des 19. Jahrhunderts
errichtet. Die heute brach liegenden Bauten können besichtigt werden. Aus
dem Gelände soll ein Gewerbepark werden.
Bergsee und Wildgehege
Auch für Bad Säckingen gilt: Kein Urlaub im Schwarzwald ohne Naturgenuss.
Unweit des Stadtzentrums bieten die Gegend um den Bergsee und das Wildgehege
Gelegenheiten für Wanderungen und Spaziergänge. Das Wildgehege kann
kostenlos besichtigt werden. Zudem stehen ein Barfußpfad und ein
Wassertretbecken zur Verfügung.