Sehenswürdigkeiten im
Schwarzwald: St. Peter
Rund 15 Kilometer von Freiburg im Breisgau aus entfernt liegt die
kleine Gemeinde St. Peter, zu der das ehemalige Benediktinerkloster
St. Peter auf dem Schwarzwald gehört. Die wunderschöne Klosterkirche
und die interessanten Anlagen versprechen beschauliche Eindrücke,
wenn man sich für einen Besuch des Klosters entscheidet.
Im Jahre 1093 siedelte sich in St. Peter eine Mönchsgemeinde an, die
ursprünglich aus Weilheim kamen. Binnen weniger Jahre entwickelte
sich ein benediktinisches Reformkloster, das bereits 1095 von Papst
Urban II. der römischen Kirche unterstellt wurde. Das Kloster wuchs
zu einer beachtlichen Anlage, wurde aber 1238 von einem verheerenden
Brand vernichtet. Nach dem Wiederaufbau fielen die Anlagen einem
erneuten Feuer im Jahre 1437 zum Opfer. Nach dem zweiten
Wiederaufbau verlor das Kloster an Bedeutung, bis der Abt Peter
Gremmelsbach zwischen 1496 und 1512 das Kloster grundlegen
reformierte. Im 17. Und 18. Jahrhundert schließlich wurden die
Klostergebäude im brocken Stil neu erbaut und erhielten ihre heutige
Gestalt.
Die fantastische rote Klosterkirche mit ihren beiden hohen
Zwiebeltürmen wurde um 1720 fertiggestellt und das Kloster wurde im
Zuge der Säkularisation im Jahr 1806 endgültig aufgelöst. Heute noch
erhalten ist die wunderbare Innenausstattung der Kirche, die mit
viel Weiß und Gold einen opulenten Eindruck macht. Das wunderschöne
Zierrat stammt unter anderem von Franz Joseph Spiegler, der im Jahr
1727 55 Fresken in der Klosterkirche schuf. Die beeindruckenden
Skulpturen stammen vom berühmten Künstler Joseph Anton Feuchtmayer,
der als Stuckateur in Süddeutschland und in der Schweiz tätig war.
Bis zum Jahr 2006 beherbergte das Kloster St. Peter das
Pastoralseminar der Erzdiözese Freiburg, heute wird es als
geistliches Zentrum genutzt.