Sehenswürdigkeiten: Residenz
„Das
Schloss über den Schlössern“, nannten es die Zeitgenossen.
Inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe. Von Barockbaumeister Balthasar
Neumann von 1720 bis 1750 fertig gestellt. Vom berühmten
Freskenmaler Giovanni Batista Tiepolo aus Venedig ausgemalt. Zur
Zeit der Fürstbischöfe auch Verwaltungssitz des Herzogtums Würzburg.
Dort arbeiteten 300 Beamte in 200 Büroräumen. Zu Mittag wurden alle
üppig verpflegt und zum Abend gingen Sie mit mehreren Litern Wein
als Zulage Nachhause.
Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Eintritt zuletzt
gestiegen ist. Vom niedrigen Vestibül erreicht man
das riesige Treppenhaus, an dessen Decke Tiepolo eines der größten
Gemälde der Welt gemalt hat (677 qm). Ein wahrhaft fürstlicher
Aufstieg. Dann der Weiße Saal mit der umwerfenden
Rokoko-Stuckdekoration von Antonio Bossi. Der Kaisersaal schließlich
zeigt wie das Finale eines Feuerwerks alles, was die
Dekorationskunst des Barock zu bieten hatte: Stuckfiguren von Bossi,
besonders elegant Flora, die Göttin des Gartenbaus, dann Säulen aus
künstlichem Marmor, vergoldeten Stuck, Fresken und Grisaillien von
Tiepolo. Von hier geht es noch in die Paradezimmer mit dem
einmaligen Spiegelkabinett.